Am Sa, 1. April und So, 2. April zwischen 8:30 bis 16 Uhr werden die Gleise zwischen Rahlstedt und Ahrensburg zeitweise gesperrt. Zahlreiche RB, die in Ahrensburg beginnen oder enden, fallen zwischen Rahlstedt und Ahrensburg aus. Ein Ersatzverkehr mit Bussen wird eingerichtet. +++ Mehrere RB, die in Bad Oldesloe beginnen oder enden, und einzelne RE verspäten sich.

Slideshow

Fahrtrichtungsanzeiger im Hauptbahnhof HH
Die Sprecher Ole Buschhüter und Jörg Sievers der S4-Initiative neben dem S-Bahn-Zug
Minister beim Interview
S-Bahn-Zug im Bahnhof Ahrensburg
S-Bahn-Zug im Bahnhof Bad Oldesloe

Gemeinsame Medieninformation von

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie, Kiel

LVS Schleswig-Holstein Landesweite Verkehrsservicegesellschaft mbH, Kiel

Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg, Hamburg

DB Mobility Logistics AG, Hamburg


 

Im Anschluss an die gemeinsame Kabinettsitzung haben der Hamburger Bürgermeister
Olaf Scholz und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig heute den
Willen der beiden Länder zur Zusammenarbeit bei der neuen S-Bahnlinie S4 mit der Entflechtung
der Güter- und Personenverkehre erneut bekräftigt. Die beiden Länder verständigten
sich gemeinsam mit der DB Netz AG darauf, dass diese die anstehende Entwurfs- und
Genehmigungsplanung (Leistungsphasen 3 und 4 nach HOAI) übernehmen soll. Dies ist in
einem Letter of Intent festgehalten, der im Rahmen der Kabinettsitzung von Ministerpräsident
Albig und Bürgermeister Scholz sowie von Frank Sennhenn, Vorstandsvorsitzender der DB
Netz AG, unterzeichnet wurde.

 

 

Albig erklärte: „Die gute Zusammenarbeit der Länder hat sich bereits in der gemeinsamen
Begleitung der Vorentwurfsplanung für die S4 bewährt. Wir freuen uns, dass die DB Netz AG
gemeinsam mit uns die nächsten Schritte geht und die Entwurfs- und Genehmigungsplanung
entwirft. Das ist ein entscheidender Schritt, den Nahverkehr zwischen Hamburg und dem
Kreis Stormarn durch einen dichten Fahrplantakt, einen zuverlässigen Betrieb mit hoher
Pünktlichkeit und eine direkte Verbindung von Bad Oldesloe bis in die Hamburger Innenstadt
zu verbessern. Außerdem kann die S4 zusätzliche Kapazitäten für den Fern- und Güterverkehr
zwischen Hamburg und Lübeck schaffen.“

Sennhenn: „Auch wir haben ein großes Interesse an einer zügigen Planung der S4-
Infrastrukturmaßnahmen. Mit der Entlastung des Hamburger Hauptbahnhofs durch Verlagerung
des Regionalbahn-Verkehrs von den Fernbahngleisen auf die S-Bahngleise schaffen
wir zusätzliche Kapazitäten beispielsweise für die Durchbindung von Regionalverkehren aus
Schleswig-Holstein. Am Ende wird so die gesamte Region von einem verbesserten Angebot
profitieren“.

Die Kosten für die Entwurfs- und Genehmigungsplanung werden nach der aktuellen Kostenschätzung
voraussichtlich ca. 30 Millionen Euro betragen, sie werden von Hamburg und
Schleswig-Holstein getragen. Scholz: „Hamburg forciert den Ausbau des schienengebundenen
Nahverkehrs. Die S 4 ist in diesem Zusammenhang ein wichtiges Projekt, das Hamburg,
Schleswig-Holstein und der gesamten Metropolregion gleichermaßen nützt. Die S4 wird
Pendlern den Weg zur Arbeit erleichtern. Sie wird die Verkehrsbelastung insbesondere im
Hamburger Stadtgebiet reduzieren und den Hauptbahnhof entlasten. Auch bei diesem großen
Infrastrukturprojekt ist es wichtig, dass wir zunächst in die Planung investieren. Anschließend
haben wir eine belastbare Grundlage, auf der wir über das Projekt entscheiden
können.“

Eine Förderung durch die EU für maximal 50 Prozent der Planungskosten ist voraussichtlich
möglich aufgrund der hohen Bedeutung, die die S4 auch für den Fern- und Güterverkehr hat.
Als nächste Schritte folgen die Nutzen-Kosten-Analyse sowie die Sicherstellung der Finanzierung.
Eine endgültige Entscheidung zur S4 fällt nach der Nutzen-Kosten-Analyse sowie
der Entwurfs- und Genehmigungsplanung inklusive einer weiteren Präzisierung der Kosten.
Hintergrund:

Die gesamte Vorentwurfsplanung ist inzwischen weitgehend abgeschlossen. Sie wird zurzeit
noch durch Hamburg und Schleswig-Holstein geprüft und voraussichtlich im Oktober vorgestellt
sowie anschließend unter www.nah.sh/s4 vollständig veröffentlicht. Ende August hatten
die beiden Länder bereits eine erste Kostenschätzung veröffentlicht: Nach dem aktuellen
Arbeitsstand der Vorentwurfsplanung werden die Gesamtkosten auf rund 630 Millionen Euro
geschätzt. Diese voraussichtlichen Kosten sind nicht nur direkt durch die S-Bahn induziert,
sondern auch dem Fern- und Güterverkehr ist ein relevanter Teil der Kosten zuzurechnen.
Die S4 soll den Nahverkehr zwischen Hamburg und dem Kreis Stormarn verbessern: durch
einen dichten Fahrplantakt, einen zuverlässigen Betrieb mit hoher Pünktlichkeit und eine
direkte Verbindung von Bad Oldesloe bis in die Hamburger Innenstadt. Hamburg und
Ahrensburg sollen künftig in der Hauptverkehrszeit im 10-Minuten-Takt verbunden werden.
Sie soll darüber hinaus den Hamburger Hauptbahnhof entlasten und zusätzliche Kapazitäten
für den Fern- und Güterverkehr zwischen Hamburg und Lübeck schaffen. Die Vorstudien zur
S4 haben den Nutzen dieses S-Bahn-Ausbaus aufgezeigt; dieser wurde auch durch Beschlüsse
der Hamburgischen Bürgerschaft und des Schleswig-Holsteinischen Landtages zur
Realisierung der S4 bestätigt.

Bis Hamburg-Hasselbrook soll die S4 die vorhandenen S-Bahn-Gleise nutzen; zwischen
Hasselbrook und Bargteheide ist der Bau einer eigenen S-Bahn-Infrastruktur mit zwei bzw.
einem separaten Gleis geplant. Auf dem letzten Abschnitt bis Bad Oldesloe sollen wieder
bestehende (Fernbahn-) Gleise befahren werden. Um das Angebot für die Fahrgäste so
komfortabel wie möglich zu machen, ist auch der Neubau von vier bis sechs S-Bahn-
Stationen geplant.