Am So, 16. April und Mo, 17. April werden die Haltestellen Wandsbek und Hasselbrook von einigen Zügen der RB81 nicht angefahren.

Slideshow

Fahrtrichtungsanzeiger im Hauptbahnhof HH
Die Sprecher Ole Buschhüter und Jörg Sievers der S4-Initiative neben dem S-Bahn-Zug
Minister beim Interview
S-Bahn-Zug im Bahnhof Ahrensburg
S-Bahn-Zug im Bahnhof Bad Oldesloe

Die Berichterstattung zur Vorentwurfsplanung zum Bau der S4 und einige Leserbriefe in diversen Zeitungen veranlassen mich hier mal einen Kommentar dazu zu schreiben:

1. Die negative Berichterstattung einiger Zeitungen, die ausschließlich auf die angeblich explodierenden Kosten hinweisen, gibt den tatsächlichen Sachverhalt nicht wieder. Natürlich sind die Kosten für den Bau einer S-Bahn-Verbindung zwischen Hamburg und Bad Oldesloe gestiegen. Allerdings war die erste Angabe zu Kosten eine reine Schätzung aus dem Jahr 2002! Wie gesagt Schätzung! Ich möchte sogar sagen grobe Schätzung. Außerdem beachte man das Datum dieser ersten Kostenschätzung: 2002. In diesen vergangenen 10 Jahren seit der ersten Kostenschätzung sind nahezu alle Produkte teurer geworden. Ich erinnere nur an die Energiepreise. Zudem wurde dieses Mal eine ausgiebige Kostenanalyse auf Basis der heutigen Preise errechnet. Das das mehr ergibt als auf Basis der Preise von 2002 ist vollkommen klar.

2. Einige Leserbriefe von Ahrensburger Bürgern geben die Stellung gegen den Bau einer S-Bahn wieder. Bitte sehen sie das Projekt nicht immer so einseitig von Ahrensburger Warte her. Es ergeben sich viele Vorteile für alle Fahrgäste entlang der Strecke - auch potenzielle! Und das betrifft dann eben nicht nur Ahrensburg. Wer meint, ein dichterer Takt wäre heute schon möglich, der stelle sich mal eine Stunde auf den Bahnsteig an der Bahnstrecke Hamburg-Lübeck. Teilweise müssen in einem Abschnitt nachfolgende Züge warten, weil der Regionalzug noch nicht aus dem Bahnhof ausgefahren ist. So habe ich es am 1. Oktober in Ahrensburg/Gartenholz beobachtet. Auf der Strecke Hamburg-Lübeck verkehren durchschnittlich alle 7,5 Minuten Züge. Regionalbahn, Regionalexpress, Fernzüge und Güterzüge. Dass das noch so reibungslos funktioniert und die Regionalbahn mittlerweile häufiger pünktlich als verspätet ist, ist für mich ein kleines Wunder und zeigt, wie gut die DB den Verkehr bereits getaktet hat. Durchschnittlich alle 7,5 Minuten ein Zug bedeutet aber auch, daß hier kein Raum ist für die zusätzlichen Züge, die nach Bau der Fehmarnbeltquerung auf die Strecke kommen. Was bleibt also anderes, als Züge auf andere Gleise zu "verlegen"? Der Bau einer zusätzlichen Strecke rein für Güterverkehr, wie ihn einige Kritiker vorschlagen, hätte eine wesentlich schlechtere Kosten-/Nutzenrelation als der Bau zweier neuer Gleise für eine S-Bahn, die Vorteile für alle (potentiellen) Fahrgäste entlang der Strecke bietet.